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Vom Prototyp zum neuen Onlinekatalog

Die Betaversion ist erreichbar unter https://www.dla-marbach.de/katalog-ng/

Gute Daten als Schlüssel zu den Quellen der Literaturgeschichte

Im Oktober 2017 haben wir mit der Entwicklung eines neuen "Onlinekatalogs" begonnen. Der neue Katalog will die qualitativ hochwertige Erschließung für die unterschiedlichen Zielgruppen anbieten, er soll den Zugang zu Magazin und digitalem Bestand des DLA ermöglichen, auch unterwegs auf dem Smartphone funktionieren. Mit den Daten soll weitergearbeitet werden, sie sollen zitiert, exportiert und vernetzt werden.

"Wir" ,das sind:

Die Katalogdaten kommen aus Kallías, basierend auf der Bibliotheks-Software aDIS/BMS (aStec) mit Modulen zur Erfassung für Handschriften, Bilder & Objekte, Bestände und zentralen Normdaten

Wir versuchen nah an den Wünschen unserer Benutzer zu entwickeln und arbeiten mit Methoden aus der Usability-Forschung.

Erwartungen an den neuen Katalog

So weit sind wir noch nicht, die Entwicklung hat aber einen vorzeigbaren Stand erreicht. In drei kleinen Videos finden Sie die wichtigsten Funktionen erläutert: https://www.dla-marbach.de/katalog-ng/hilfe-auskunft-zum-katalog

Was fehlt noch, Wie geht es weiter?

In Entwicklung befinden sich noch Funktionalitäten aus dem rechen Bereich des Schaubilds, hierzu gehören die Einbindung eines Player und Viewer, Mein Konto, Exportmöglichkeiten auch für große Datenmengen, offene Schnittstellen.

Mit Ihrem Feedback verbessern und entwickeln wir auch vorhandene Funktionen weiter und möchten zukünftig flexibler auf Impulse und Forschungsinteressen reagieren.
Unter https://wdv-teamwork.dla-marbach.de:/projects/info-opac-ng-hauptprojekt/news stellen wir einzelne Funktionalitäten des OPACs vor und berichten über Neuigkeiten.

Katalog in Zahlen (Stand 2021/04)


Eigenschaften von Katalogdaten

Wir haben von Beginn an mit Prototypen gearbeitet, die Echtdaten enthielten. Wir entwickeln aus den Daten und mit den Kenntnissen über Datenstrukturen und Inhalte.

Die wichtigste Erkenntnis zu Katalogdaten: in ihnen spiegelt sich die Geschichte einer Institution, geprägt durch den Wechsel von Standards und Regelwerken, durch technische Möglichkeiten der Zeit, durch Konvertierung von Kartenkatalogen, durch sich verändernde Erschließungstiefen, durch zeitweise vorhandene oder nicht vorhandene Kapazitäten, beeinflusst durch Trends und Forschungsinteressen, durch neue Methoden in der Sammlungs- und Provenienzerschließung, die in den Altdaten fehlen.

Baut man einen medienübergreifenden Katalog ist die wichigste Herausforderung kleinste gemeinsamen Nenner für Facetten-Werte und Filter zu finden, um Gedrucktes, Handschriften, Bilder & Objekte, Audio & Video zusammenzuführen und verlinken zu können. Normdaten für Personen, Körperschaften und Werke sind ein Schlüssel, aber auch eine gemeinsame Terminologie.

Katalogdaten sind inhomogen und die Erschließungstiefe und Qualität von einzelnen Einträgen schwankt. Informationen können strukturiert, mit Normdaten verknüpft oder unstrukturiert in einem Bemerkungsfeld stehen. Man fragt sich rückblickend: Warum ist das Feld "Gattung" nicht zuverlässig belegt? Warum wurde nicht unterschieden zwischen Manuskript und Typoskript? Warum wurde Primär- und Sekundärliteratur nicht einfach auswertbar kennzeichnet?

Mit dem neuen Onlinekatalog wollen wir einen Prozess anstoßen, Erschließung verstärkt von den Wünschen unserer Benutzer zu denken. Facetten und Filter machen Erschließungslücken für Benutzer transparent, sie bieten umgekehrt die Chance mit den Möglichkeiten halbmaschineller (Lern)verfahren Daten anzureichern und mit anderen Angeboten zu vernetzen.

Glückliche Funde mit Unterstützung von Normdaten

Der neue Onlinekatalog präsentiert die Bestände des DLA medienübergreifend und verwendet dafür Normdaten. Neben der gezielten Suche ermöglicht der Katalog somit auch ein Entdecken von Wissenszusammenhängen.

Normdaten im Suchschlitz:
Der Suchschlitz bietet im oberen Bereich ein autocomplete, wie man es aus Suchmaschinen kennt. Im Bereich "Relevante Namen und Werke" werden Vorschläge aus den Normdatensätzen herangezogen.
Die Vorschläge sind: Personen (individualisierte), Körperschaften (inkl. Verlage) und Werke
Die Vorschläge sind nur ein Angebot, die Suche kann auch ohne Auswahl abgeschickt werden.

Normdaten als Werbetreffer in der Trefferliste:
In einer Trefferliste werden zu Beginn 2 Normdatensätze "als Werbetreffer" angeboten. Es sind die beiden Normdatensätze, die am häufigsten im Ergebnismenge verlinkt wurden. Die Werbetreffer ermöglichen es Zusammenhänge im Bestand zu entdecken, unterstützen Serendipity, sie können aber auch als "Werbetreffer" einfach übergangen werden, wenn sie nicht passend erscheinen.

Normdaten als Wegweiser zu den Beständen:
In der Detailansicht eines Normdatentreffers werden die Bestände des DLA über die Relationen "Von" "Über" "An" "Unter" medienübergreifend präsentiert, dabei steht die Verlinkung zu den Bestände im Vordergrund. Zur Person selbst wird nur eine Kurzinformation angezeigt, über "weitere Details" erhält man biografische Informationen.

Wie aktuell sind die Daten?

Die im Lokalsysten Kallías erfassten Daten werden jede Nacht technisch aufbereitet und in den Onlinekatalog importiert, ergänzt um lizenzierte Zeitschriften und Datenbanken aus EZB und DBIS.

Technische Informationen zur Datenprozessierung

Folgendes Schaubild von Felix Lohmeier gibt einen Einblick in die Datenprozessierung:

Weiterführende Informationen unter: https://felixlohmeier.de/dla/systemarchitektur.html
und dem Vortrag Data processing of ILS data to facilitate a new discovery layer for the German Literature Archive von Felix Lohmeier und Thomas Meyer, gehalten am 9.5.2019 auf der ELAG-Tagung

Was wird mit dem alten Katalog?

Der alte Katalog des DLA läuft weiter unter der bekannten Adresse: https://www.dla-marbach.de/katalog/

Von Karin Schmidgall vor 6 Monaten aktualisiert · 88 Revisionen